In Thruxton haderte er trotz vielversprechender Rundenzeiten noch ein wenig mit seiner Team Supersonic BMW und mit sich selbst. Beim Lauf in Oulton Park kam der Schweizer Patric Muff, einziger deutschsprachiger Fahrer in der Britischen Superbike-Meisterschaft (BSB), richtig nach vorne und fuhr direkt dreimal in die Punkte. Hier sein Bericht vom 3. BSB-Lauf in Oulton Park, der idyllisch gelegenen, nordwest-englischen Rennstrecke in der Grafschaft Chesire.
„Ich freute mich, zurück nach Oulton Park zu kommen. Oulton Park ist wohl eine der schönsten Rennstrecken, die England zu bieten hat – sowohl für die Fahrer als auch für die Zuschauer. Da am Montag in England Bank Holiday – ein Feiertag – war, wurde das Rennwochenende einen Tag nach hinten verschoben. So starteten wir erst am Samstag in die freien Trainings.
Beim gemütlichen Einrollen nahm das erste freie Training aber bereits nach wenigen Runden eine unglamouröse Wendung. Ich erwischte bei der Haarnadelkurve den falschen Gang, musste so kurzerhand das Motorrad aufstellen und geradeaus ins Kies. Da ich das Motorrad vor dem Reifenstapel mit 5 km/h ablegen musste, durfte ich das Training nicht wieder aufnehmen – eine neue Regel besagt nämlich, dass alle gestürzten Motorräder nicht mehr auf die Strecke zurück dürfen. So sah ich dem Training von der Streckenseite her zu und verlor wertvolle Zeit. Zum Glück wurde nach 30 Minuten das Training unterbrochen und ich hatte so die Möglichkeit, das Motorrad zurück in die Box zu bringen und wenigstens noch ein paar Runden des Trainings zu nutzen. Im zweiten freien Training am Nachmittag konnten wir dafür gute Fortschritte erzielen und ich stand am Ende der Session auf dem überraschenden 7. Platz. So konnte es weitergehen.
Dennoch hatten wir am Abend noch ein längeres Gespräch mit unserem Fahrwerkspezialisten und wir entschieden uns, eine härtere Feder in das Federbein einzubauen, um dem Motorrad ein wenig Grip zu nehmen, damit der Hinterreifen länger hält. Ich war gespannt, ob die Theorie sich dann auch in der Praxis bewahrheiten würde.
Und das tat sie. Sonntags im Warm-up konnte ich sofort die Veränderungen spüren und ich fühlte mich auf anhieb wohler auf meiner BMW. Nur 40 Minuten später stand dann bereits das Qualifying auf dem Programm. Die Leistungsdichte war unglaublich hoch und ich musste ziemlich am Kabel ziehen, damit ich mich für da zweite Quali qualifizieren konnte. Während 12 Minuten ging es dann nochmals von neuem auf Zeitenjagd. Ich konnte mich zwar nicht für das letzte Quali qualifizieren, fuhr aber den 15. Startplatz heraus und lag so im guten Mittelfeld. Doch der Tag war noch lange nicht zu Ende, denn das nachzuholende zweite Rennen von Brands Hatch stand noch auf dem Tagesprogramm. Wie ihr vielleicht mitbekommen habt, bin ich da im ersten Rennen nicht weit gekommen und so war mein Startplatz auch dementsprechend (27.). Der Start und vor allem die erste Runde war gut und ich fuhr als 21. das erste Mal über die Start–Ziel–Linie. Schon nach kurzer Zeit musste aufgrund eines Sturzes der Safety Car auf die Strecke. Doch dies sollte nicht die letzte Unterbrechung bleiben. Auf dem Vormarsch erblickte ich ein paar Runden später die roten Flaggen und sah eine ziemlich ramponierte Samsung Honda in den Airfences liegen.
Da ich die Runde vorher an 16. Stelle die Ziellinie überquert hatte, hiess das aus der 4. Reihe nach einem Quick Start ins Rennen zu gehen. Mit neuen Reifen konnte ich wieder mit neuer Energie – oder besser gesagt neuem Gummi – angreifen. So sah ich 8 Runden später an 12. Stelle die karierte Flagge und freute mich sehr, für das Supersonic BMW Team die ersten Punkte einzufahren. Für den Montag war Regen prognostiziert, aber ich liess mich einmal überraschen.
Montagmorgen früh, Blick nach draussen, kein Regen. In der Box angekommen, teilte mir mein Crew Chief James mit, dass ich eine Verwarnung vom Race Office erhalten habe, wegen zu harter Fahrweise in den ersten beiden Rennrunden. Ich nahm das zur Kenntnis und werde in Zukunft die Blinker frühzeitig stellen… ;–) Doch nun zum Wesentlichen: Obwohl ich Warm-ups nicht wirklich leiden kann (hängt eventuell damit zusammen, dass diese immer früh morgens sind), konnte ich mich auf dem beachtlichen 11. Platz behaupten. Doch die Hoffnung, dass es trocken bleiben würde, verging bereits während des Pit Walks. Es begann zu regnen und wollte so schnell auch nicht mehr aufhören. Unser Fahrwerksspezialist Alessandro (der einige Jahre in der Superbike-WM verbracht hatte) hatte schnell das passende Regen-Setup bereit und so baute meine Crew mein Fahrwerk um.
Da wir noch keine Meter im Regen gefahren waren, wurde kurz vor dem Rennen ein 5-minütiges Regentraining angesetzt und ich merkte schnell: Mein Regen-Setup war top. Pünktlich auf das Rennen hat es jedoch aufgehört zu regnen und wir wussten alle, dass es bald abtrocknen würde. Ich startete vom 15. Startplatz aus wie der Blitz und kam als 9. aus der ersten Runde zurück. Ich konnte mich bis auf den 6. Platz vorarbeiten, obwohl der Regenreifen immer mehr abbaute. Ich musste mich noch Stuart Easton und Alastair Seeley geschlagen geben und konnte dann aber den sensationellen 8. Platz nach Hause bringen – mein bisher bestes Resultat in der Britischen Superbike Meisterschaft!
Die 14. schnellst gefahrene Rundenzeit im ersten Rennen bedeutete der 14. Startplatz im zweiten Rennen. Und ich hatte prominente Nachbarn: Kein geringerer als Noriyuki Haga himself stand neben mir auf der Startaufstellung. So habe ich mir kurzerhand überlegt, ob ich zu ihm hinüber laufen soll um mir einen Helm signieren zu lassen.
In trockenen Bedingungen startete wenig später das zweite Rennen. Mein Start war nicht optimal und so konnte ich auf der ersten Runde keine Plätze gut machen – so kam ich als 14. aus der ersten Runde zurück. Ich konnte mich bis auf den 12. Platz vorarbeiten, musste mich dann aber schlussendlich Ian Lowry, der bis zu diesem Wochenende die Meisterschaft angeführt hatte, und Dan Linfoot geschlagen geben. Ich konnte aber bis zum Schluss Michael Rutters Angriffe abwehren und den 14. Platz und so zwei weitere Punkte sicher ins Ziel bringen.
Alles in allem war es ein tolles Wochenende. Wir konnten uns in allen Sessions mindestens in den Top 15 behaupten und grosse Fortschritte mit dem Fahrwerk und der Langlebigkeit der Reifen erzielen. Ich habe zwar etwas an Race-Pace eingebüsst, aber dafür halten die Reifen länger. Nun gilt es in zwei Wochen in Snetterton darauf aufzubauen um noch weiter nach vorne zu gelangen. Denn nun gibt es ein neues Ziel: Den 8. Platz zu toppen!
Last but not least: Herzlichen Dank an meine Crew, James, Lee und John sowie an das ganze Supersonic BMW Team für die hervorragende Arbeit während des ganzen Wochenendes.
Seit gestern ist es amtlich: Audi kauft Ducati. Damit wird der Motorradhersteller aus Bologna zur zwölften Marke im Volkswagen-Konzern.
Wohl anläßich dieses Ereignisses hat die Zeitung AutoBILD eine Ducati 1199 Panigale gegen einen Audi TT RS plus auf dem Contidrom antreten lassen – ausgerechnet mit FASTBIKE-Racer Dirk Schnieders an den Lenkstummeln. Um das Ergebnis (siehe Video) vorweg zu nehmen: In Sachen Performance wird Audi den Kauf wohl nicht bereuen müssen...
Supersonic Racing: Letzte Absprache mit dem Teamchef Danilo Soncini.
Patric Muff #24 vor Michael Laverty #7, Peter Hickman #60 und Gary Mason #101
So sieht ein Reifen aus, wenn man eine viel zu weiche Mischung wählt...
17.04.2012
BSB aus Fahrersicht
Der Schweizer Patric Muff
beim Lauf in Thruxton
Die Britische Superbike-Meisterschaft (BSB) ist die härteste nationale Rennserie der Welt. Der einzige deutschsprachige Protagonist der Championship ist der Schweizer Patric Muff, der dieses Jahr im Team Supersonic BMW auf einer S1000RR startet. Hier sein Bericht vom zweiten Lauf auf dem schnellen Kurs in Thruxton, der unter schwierigen Wetterbedingungen stattfand.
„Von Brands Hatch aus ging es in den Süden Englands nach Thruxton, und irgendwann fand ich dort auch eine Parkmöglichkeit für mein Wohnmobil. Ich hatte dort im letzten Jahr mein erstes Podium geholt, und konnte die Strecke mit vielen positiven Erinnerungen verbinden. Da wir nicht wie die anderen Teams auf Erfahrungswerte zurück greifen konnten, waren die zwei üblichen freien Trainings am Freitag für uns von zentraler Bedeutung und es ging darum, das Motorrad bestmöglich auf die Bedingungen der Strecke anzupassen. Am Morgen wollte mir das noch nicht wirklich gelingen, aber am Nachmittag konnte ich mit dem 15. Platz ein erstes Zeichen setzen. Die Lebensdauer der Reifen bereitete uns aber noch grosse Sorgen, weshalb wir das ganze Fahrwerk am Freitagabend nochmals umbauten. Leider machte uns das Wetter am Samstag einen Strich durch die Rechnung, denn ich hörte bereits die Regentropfen auf meinem Wohnmobil, als ich noch im Halbschlaf war.
So ging es am Samstagmorgen – im letzten freien Training vor dem Qualifying – in ein Regentraining. Da wir das ganze Fahrwerk verändert hatten, tat ich mich ziemlich schwer und es lief nicht wie gewünscht. Nichtsdestotrotz mussten wir uns nun auf das bevorstehende Qualifying konzentrieren, welches wieder unter schwierigen Bedingungen stattfinden werden würde. Die Strecke war langsam am Abtrocknen und es wurde einmal mehr zu einem Reifenpoker. Ich machte mich zu Beginn mit Regenreifen auf, die Strecke zu besichtigen – kam aber ziemlich schnell wieder an die Box, denn es war schon zu trocken. Wir entschieden uns vorne und hinten mit Intermediates auf Zeitenjagd zu gehen. Da es zahlreiche nassen Stellen hatte, hiess es wieder einmal ,Augen zu und durch'. Mit dem 8. Platz qualifizierte ich mich erneut locker für das zweite Qualifying und wir wechselten den Hinterreifen durch einen Slick aus. Die nassen Stellen mussten nun für einen Moment ausser Acht gelassen werden – was mir auch hervorragend gelang. Ich konnte mich in der letzten Runde mit einer sensationellen Zeit vom 16. Platz auf den 10. Platz verbessern und qualifizierte mich so für das dritte und letzte Qualifying. Da wir damit überhaupt nicht gerechnet und wir auf den restlichen Felgen Regen- bzw. Intermediate-Reifen aufgezogen hatten, musste ich mit einem kalten Slick Minuten später mit den neun weiteren Top-Fahrern der BSB nochmals auf Zeitenjagd gehen. So war es mir leider nicht möglich, meinen Startplatz noch weiter zu verbessern. Ich stand jedoch für das morgige erste Rennen auf dem hervorragenden 10. Startplatz. Da der Wetterbericht schönes Wetter für den Renntag prognostiziert hatte, bauten wir nochmals das ganze Fahrwerk um – in der Hoffnung nun ein gutes Trocken-Setup für die Rennen gefunden zu haben.
12 Minuten lang hatte ich dann im Warm-up die Gelegenheit, das Setup auszutesten. Nicht viel Zeit, aber ich merkte schnell dass das Motorrad immer noch zu viel Gewicht am Vorderrad hatte. So hoben wir für das Rennen das Motorrad nochmals um 2 mm an. Wenig später stand ich dann an 10. Position auf der Startaufstellung – dass ich Namen wie Shakey Byrne und Nori Haga hinter mir im Nacken hatte, trug nicht unbedingt zu meiner Beruhigung bei. Dennoch gab es nur einen Weg: Vollgas nach vorne. Der Start gelang mir nicht schlecht – noch besser war allerdings die erste Runde. So kam ich als Sechster zurück. Es lief alles nach Plan bis sich langsam aber sicher mein Hinterreifen wortwörtlich auflöste. Wenigstens zur Freude der Zuschauer wurden die Drifts immer wilder und spektakulärer und ich konnte nichts dagegen tun, dass ich bis auf den 16. Platz durchgereicht wurde. Einziger Aufsteller war der herausgefahrene 9. Startplatz im zweiten Rennen. Klar war jedoch, dass wir für das zweite Rennen einen härteren Hinterreifen wählen würden.
Die Enttäuschung konnte gar nicht lange überhand nehmen, da standen wir bereits wieder an der Startaufstellung. Das Bild im zweiten Rennen war analog dem ersten. Ich kam erneut als Sechster aus der ersten Runde zurück und es sah alles vielversprechend aus. Bis leider nach ein paar Runden elektronische Probleme auftraten und der Quick Shifter nicht mehr funktionierte – zum Teil auf den Geraden die Zündung unterbrach – und andererseits auch der härtere Reifen nicht bis zum Rennende überlebte. So konnte ich nichts dagegen tun und ich musste mich am Schluss mit dem enttäuschenden 18. Platz abfinden.
Obwohl die Rennen nicht wie erhofft verlaufen sind, gab es dennoch ein paar Highlights an diesem Wochenende. Wir wissen nun, dass ich die Rundenzeiten der Spitze mitgehen kann – was mir sehr viel Selbstvertrauen gegeben hat. Nun müssen wir nur noch das Fahrwerk so hinbekommen, dass die Reifen eine Renndistanz überleben. Ich hoffe, dass wir darauf in drei Wochen in Oulton Park aufbauen können und ich dann endlich die lang ersehnten Punkte für das Team einfahren kann."
Road-Racer Didier Grams aus Limbach-Oberfrohna: immer gut gelaunt und immer sauschnell.
Publikumslieblinge seit 60 Jahren: die Sidecars.
Pflichttermin an Pfingsten!
13.04.2012
Jubiläum in Fishtown
60 Jahre Fischereihafen-Rennen in Bremerhaven
Na, an Pfingsten schon was vor? Nein?
NATÜRLICH HAST DU PFINGSTEN SCHON WAS VOR! Das Fischereihafenrennen in Bremerhaven ist ein absoluter Pflichttermin für Motorradfans samt Kindern und sämtlichen Kegeln.
Motorsportfans aus ganz Europa werden zum 55. Fischereihafen-Rennen erwartet, um im Kerngebiet des Fischereihafens hautnahen Motorsport zu erleben. In neun Rennklassen haben Fahrer aus Deutschland, Österreich, der Schweiz und den Niederlanden ihre Nennung abgegeben. Zum jetzigen Zeitpunkt sind alle Klassen bereits voll belegt.
Die schnellste Frau Deutschlands, Nina Prinz, wird ebenso wie „Mister Hayabusa“ (Elmar Geulen), Toni Heiler, Didier Grams, und der Classic-Superbike-Spezialist Steffen Merkens sind dabei. Angekündigt hat sich auch Max Neukirchner, einziger deutscher Teilnehmer in der Moto 2 Weltmeisterschaft. Die Klasse der Renn-Gespanne (Motorräder mit Seitenwagen), DIE Attraktion bei den Zuschauern, ist ebenfalls voll besetzt.
Die Händlermeile wird nochmals vergrößert, so dass auch alle interessierten Besucher vielfältigstes Motorradzubehör bestaunen und erstehen können. Das Fahrerlager ist wie immer für „Benzin-Gespräche“ mit den Rennfahrern offen. Viele Gäste reisen extra deswegen an: Alle Fahrer freuen sich auf den netten „Vollkontakt“ zu den begeisterten Zuschauern! Campingfreunde können direkt an der Rennstrecke ihr Domizil aufschlagen. Die Stände der kulinarischen Genüsse sind in allen Zuschauerbereichen schnell zu erreichen. An vier Punkten können Tribünen kostenlos erklommen werden und erlauben einen freien Blick auf das Renngeschehen.
Am Samstag, den 26. Mai und Sonntag, den 27. Mai darf nach den Trainings und Qualifyings im großen Festzelt an der berühmten Start/Zielgerade ordentlich gerockt werden, der Eintritt ist frei! Am Pfingstmontag, dem 28. Mai werden dann bei großer Zuschauerkulisse die Rennen mit den schnellsten Fahrern in allen neun Klassen ausgetragen – die Sieger werden nach jedem Rennen direkt an der Start-Zielgerade geehrt!
RENNPROGRAMM
Klasse 1 Fishtown Super Bike Open
Klasse 2 Fishtown Twins & Triples
Klasse 3 Fishtown Junior 600
Klasse 4 Fishtown Super Moto
Klasse 5 Fishtown Sidecars CSBK- Vintage & AMA
Klasse 6 Sound of Classic Junior
Klasse 7 Sound of Classic Senior
Klasse 8 Legend Super Bikes
Klasse 9 Formel 2 Grand Prix
Länge der Rennstrecke: 2.670 m
HIGHLIGHTS
- Freier Zugang zum Fahrerlager !
- Händlermeile - Rund ums Motorrad (mit Kinder-Programm)
- Camping für Zelt und Wohnmobil direkt an der Rennstrecke
- Samstag & Sonntag: Fahrerlagerparty mit LIVE-Musik (Eintritt frei!)
- Pfingstmontag: Schlussfahrt ohne Helm mit verschiedensten Motorrädern
Als bekennende Real Road Racing-Fans haben wir gerade etwas Puls: Arai hat gerade den brandneuen Arai RX-7 GP „Limited TT Series“ vorgestellt.
Arai und die Isle of Man TT Races verbindet eine lange gemeinsame Tradition. In 2007, zum 100jährigen Jubiläum des legendären und unvergleichlichen Rennsport-Events, stellte Arai die “Island of Man Centennial” Replica vor. Seit 2010 folgt eine eigene Serie von insgesamt drei limitierten Sammlerstücken aus der Feder der italienischen Design-Ikone Aldo Drudi zur jeweiligen TT.
Ursprünglich nur zum TT Rennen auf der Isle of Man erhältlich, ist es Arai Deutschland nun gelungen, eine kleine Menge dieser attraktiven 2012er Edition für den deutschen Handel zu reservieren. Ein erheblicher Teil des Verkaufspreises fließt direkt zur Unterstützung in die Organisation der TT.
Zum Rennen wird der Helm von diversen Topfahrern getragen werden und so für viel Aufmerksamkeit sorgen. Die Produktion ist auf nur 500 Helme streng limitiert. Das macht den 2012er TT Helm zu einem echten Sammlerstück. Vermutlicher Liefertermin in Deutschland ist Juli 2012, die unverbindliche Preisempfehlung inkl. MwSt. beträgt 999 Euro.
Kinder, die noch draußen spielen wollen: das Starterfeld des KTM European Junior Cup. Jungs und Mädels aus aller Herren Länder, 14-19 Jahre alt.
Kampfrentner: Ex-GP-Pilot McWilliams hält nichts von klassischem Seniorensport.
Jeremy McWilliams zeigt wie es geht.
Heißer Eintopf, im Serientrimm schon 70 PS und für 7.495 Euro ein echtes Schnäppchen. Die Rahmenstreben am Kühler tun uns allerdings in den Augen weh. Das Cup-Paket kostet inkl. Duke im Renntrimm, Transport, Reifen, Sprit, Support, Coaching usw. 19.950 Euro. Internationaler Rennsport kann auch günstig sein.
FASTBIKE Redakteur Clemens Gleich im Selbstversuch.
04.04.2012
Der KTM European
Junior Cup
Offizieller Test und
Teampräsentation in Cartagena
Der KTM European Junior Cupwird auf der neuenKTM 690 Duke ausgetragen und findet im Rahmen der Superbike WM statt. In acht Rennen können sich die 14 bis 19-jährigen auf den schnellen Singles so richtig austoben, der erste Rennlauf findet am 22. April 2012 in Assen statt.
FASTBIKE wurde zum Test nach Cartagena eingeladen und nach spontanen Arbeitsverweigerungen einiger Redaktionsmitglieder („Ich lass mir doch nicht von einem 16-jährigen den Arsch versohlen!") fand sich dann doch ein abgebrühter Freiwilliger: Clemens Gleich war für uns vor Ort und durfte die KTM 690 Duke auf der Rennstrecke ausprobieren. Seine Eindrücke schildert er für euch in der nächsten Ausgabe der FASTBIKE.
Linke Seite Vector 24/7GP, rechte Seite Vector Bily KM. In der Mitte der Vector Racing Geschäftsführer Andrey Gavrilov (4. v.l.), rechts daneben Pressesprecher Achim Strauss. Konstantin Pisarev konnte leider nicht teilnehmen.
Tead sagte: ,Regelmäßige Top-15-Platzierungen sind drin'. Meinte aber: ,Ich planiere alle ein'.
Beste Zutaten: Titan-Auspuffanlage von Spark (Desmoworld), 3D-Kette und Kettenräder von DC-AFAM, ultraleichte hintere Bremsscheibe von wm-racing.de
Die drei Yamaha R6 des Team Vector 24-7GP werden von Cheftechniker Michael Ferger betreut.
Schnelle bunte Smarties: Yevgenij Sokolovskiy (#48, blau), Konstantin Pisarev (#87, rot) und Thomas „Tead
02.04.2012
Vector Racing
ist bereit.
IDM Supersport 2012:
Es geht los für Tead & Co...
Das erste Rennen der neuen IDM-Saison steht vor der Tür und das Vector Racing Team vermeldete am Samstag seine Einsatzbereitschaft. Das Team unter der Leitung von Andrey Gavrilov gewann im letzten Jahr mit Jesco Günther die Meisterschaft der IDM Supersport und tritt 2012 mit gleich fünf Fahrern an. Im Team „Vector 24-7GP" mit Cheftechniker Michael Ferger starten Konstantin Pisarev (UKR, #87), Thomas Helldobler (GER, #40) und Yevgeniy Sokolovskiy (UKR, #48), alle IDM Supersport. Für das zweite Team „Vector Bily KM" und werden die Slowaken Jaroslav Cerny (#88, IDM Supersport) und Martin Durdik (#15, Dunlop R6 Cup) an den Start gehen, technisch betreut von Thomas Kubiak. Arbeitsgerät aller Fahrer wird die Yamaha YZF-R6 sein.
Regelmäßige FASTBIKE Lesern entdecken bei Vector Racing zwei wohlbekannte Gesichter: Michael Ferger war 2011 Teamchef des 15-jährigen R6-Cup-Gewinners Jesko Raffin, und Thomas „Tead" Helldobler gehört zu unserer Testfahrer-Crew.
So geschlossen sich das Team bei dem Pressetermin in Düsseldorf präsentierte, so unterschiedlich sind die persönlichen Saisonziele der Fahrer: Während sich Helldobler und Pisarev bereits bei den Pre-Season-Trainings in Nogaro und Pau Arnos ordentlich beharkten und beide regelmäßige Top-15-Platzierungen anstreben, geben sich Cerny und Durdik vorsichtig optimistisch. „Natürlich habe ich ein Motorrad auf dem höchsten technischen Stand und ein starkes Team im Rücken. Mein bestes Ergebnis 2011 war ein 5. Platz. Wenn die Bilanz am Ende der Saison erneut so wäre, wäre es eine Enttäuschung für mich. Aber über noch mehr oder sogar die Meisterschaft denke ich im Moment, vor den ersten Rennen, nicht nach. Denn man weiß ja nie was passiert“, meint der 24-jährige Cerny.
Mehr den Spaßfaktor beim Rennsport hat Team-Mitinhaber Yevgeniy Sokolovskiy im Sinn: „Ich werde nur da fahren, wo mir die Strecke gefällt und wo es mit meiner Arbeit innerhalb des Teams als Organisator und Trainer in Bezug auf die Fitness der Fahrer in Einklang zu bringen ist. Ansonsten freue ich mich noch auf die geplanten WM-Wildcard-Einsätze in Misano und Moskau und auf den Zwei-Länder-Cup der Fahrer aus Italien und Russland“.
Mit Stand 23.3.12 sind in der IDM Supersport 32 Starter gemeldet, die Serie wie gewohnt sportlich hochkarätig. Vor allem Jesco Günther, Kevin Wahr, David Linortner und Daniel Sutter und Roman Raschle werden im Kampf um die Plätze auf dem Podium wenig anbrennen lassen. Es wird also spannend zu verfolgen, wie sich Helldobler, Pisarev und Co. schlagen werden...
30.03.2012
Der große FASTBIKE
Reifentest 2012
Der große FASTBIKE Reifentest: Sport/Hypersport/Race.
16 Reifenpaare, 6 Felgen, 4 Helfer, 2 Fahrer, 0 Stürze, viele Rutscher. Welcher Dein neuer Reifen sein wird, erfährst Du in der nächsten FASTBIKE - am 24. Mai 2012 im Handel.
Motorrad: BMW S1000RR, MY 2012
Fahrer: Dirk Schnieders (im Video), Dieter Hamprecht
Teststrecke: Contidrom
Datenakquisition/Logging: Ulrich und Astrid Mesch (Memotec)
GPS-Logger: AIM Solo DL (CAN-Bus)
Fotos: Stephen Bower
Mechaniker: Kalli
Reportage: Dieter Hamprecht
Leitung/Dokumentation: Ralf Steinert
Mutter Bauer meint: ,Unser Franz-Josef ist ein Prachtjunge!’
Hoffentlich sehen die meisten CSBK-Starter überwiegend dieses scharfe Heck.
Startnummerntafel ist laut Reglement Pflicht. Auf die Heckseiten kommt die 33 auch noch.
Ein geschlossener Motorspoiler ist ebenfalls Pflicht.
Motordeckel schwarz gepulvert. Schöner Kontrast für den Silberblock der XJR.
Teamwork. Bald wird Franz-Josef aus dem engen Keller befreit.
Ist das scharf? Ja oder ja?
Mit Carbonfolie bezogene Aluplatten verdecken die Innenverkleidungen.
Die Weitwinkelaufnahme verzerrt ein wenig die Proportionen. Franz-Josef sieht in Natura sportlicher aus.
Die Verkleidung ist stark angehoben. Über die Zugänglichkeit der hydraulischen Federvorspannung des Wilbers-Competition-Federbeins erblaßt sogar eine BMW GS.
Überraschung! Manni präsentiert Dirk gerade die montierten Verkleidungsteile. Dem ergriffenen Gesichtsausdruck nach scheint's ihm zu gefallen...
Scheibe stark gekürzt, Arbeitsplatz sehr rennsportlich. Von der sporttourigen FJ1100 ist hier kaum mehr was zu erkennen.
Original-Bürzel, um einiges weiter vorne versetzt und deutlich steiler.
Manni Bauer steckt voller Ideen. Wieviele Arbeiten man in einem derart kleinen Keller ausführen kann, ist phänomenal.
Die Weitwinkelaufnahme verzerrt ein wenig die Proportionen. Franz-Josef sieht in Natura sportlicher aus. Der KTM-Vorderradfender wird auch noch schwarz-glänzend gelackt.
24.03.2012
Franz-Josefs
Schicksalsjahre
Teil 3: Des Kaisers neue Kleider!
Ab heute muss Franz-Josef nicht mehr nackt im Keller stehen. Die bearbeitete Wagner GFK-Nachbau-Verkleidung der FJ ist zurück vom Lacker und funkelt in edlem Schwarz. Prinzipiell ist gar nicht so viel verändert worden, allerdings liegt das komplette Heckteil einige Zentimeter höher und steiler auf dem Rahmen und der Wegfall des Soziusbereichs an der neu abgeformten Sitzbank lässt den Original-Bürzel richtig knackig wirken. Zusammen mit dem neuen, geschlossenen Motorspoiler wird Franz-Josef zu einem richtig heißen Renngerät.
So ohne Sitzbank und Reifen sieht er in der Weitwinkelaufnahme im engen Schrauberkeller noch ein bißchen gewaltig und unförmig aus, was sich aber noch stark ändern wird. Neugierig wie wir sind, haben wir ihn schon mal provisorisch auf die Waage gestellt: 160 kg hat Franz-Josef momentan, allerdings ohne Reifen, Öl, Sitzbank, Kabelbaum, Batterie und Kette. Mal schauen, ob wir die angepeilten 190 kg (fahrfertig, ohne Sprit) erzielen können. Ansonsten müssen die Reifen halt helium-befüllen :-).
Christian, Werkstattmeister bei Suzuki-Händler Ralf Altzschner, montiert gerade den modifizierten Kabelbaum der XJR strippen und dann geht's auf den Leistungsprüfstand. Wir sind sehr gespannt auf Franz-Josefs erste Laute...
Die Trauzeugen: Dirk und Manni sind schon mal zufrieden mit ihrem Werk, Ringe gibt’s nur unter den Augen. Der scharfe Heckbürzel ist schon mal ein kleiner Vorgeschmack auf das Endergebnis.
Gibt jede Menge Brennstoff bei Vollgas: Mikuni TMR36 Flachschieber-Batterie, konfektioniert von Stephen Topham.
Mehr braucht der CSBK-Racer nicht zum Glück: Übersichtlicher Drehzahlmesser, Starlane-Laptimer, Zündungsschalter und Kontrollleuchten für Zündung und Öldruck. Manni plant, einen orangen Warnpfeil bei gedachten 12.500 RPM aufzukleben - zur tiefen Verunsicherung der Konkurrenz.
Franz-Josef muss abspecken und daher leider auf der Startmaschine trainieren. Die offenen Wunden nach der Lima- und Anlasser-Resektion hat Manni mit selbstgedrehten Aludeckeln verschlossen.
Gewicht sparen, wo es nur geht: Hintere Bremsscheibe aus zarter Brüsseler Spitze.
Schon etwas betagt, funktioniert aber noch: Voll einstellbares Wilbers Competition Federbein mit hydraulisch einstellbarer Federvorspannung.
Der Radstand ist up-to-date: 1.445 mm.
XJR-Motor mit gepulverten Motordeckeln. Der V2A-Krümmer von Akrapovic mündet mit verdrehtem letzten Rohr in einen Performance-Endtopf von SR-Racing.
Fair geht vor: Der ölige Rotz aus der Kurbelgehäuse-Entlüftung sammelt sich in dem eigens angefertigten Auffangbehälter und nicht auf dem Visier des Nachfolgenden.
23.03.2012
Franz-Josefs
Schicksalsjahre
Teil 2: Heute wird geheiratet!
Es ist Hochzeitstag für Franz-Josef: Ab heute ist der überarbeitete FJ1100-Rahmen mit einem 1.250 ccm XJR-Motor verheiratet, der Dirk hoffentlich lange die Treue halten wird. Für den großen Moment vorbereitet wurde der XJR-Vierling, der aus einem verunglückten Spenderbike stammt und erst 35 TKM auf dem Ventildeckel hat, von Performance-Priester Diego Romero. Ausdauer stand bei den Tuningmaßnahmen im Vordergrund. Außer einer moderaten Erhöhung der Verdichtung, peniblem Einstellen der Steuerzeiten, Feinwuchten von Kurbelwelle, Pleuel und Kolben ließ Referend Romero das luftgekühlte Triebwerk seine Naturschönheit. Auch am Zylinderkopf wurden lediglich ein paar Kanten gebrochen. Auf Lichtmaschine und Anlasser muss Franz-Josef jedoch zukünftig verzichten, eine Ladung der dicken Batterie muss für die Renndistanzen reichen – wenn vom knappen Budget noch etwas übrig bleibt, investieren wir vielleicht noch in einen leichten 4,6 oder 6,3 Ah LiFePo-Akku.
Befeuert wird der XJR-Motor von einer grandiosen TMR36-Flachschieber-Batterie. „Don Mikuni" Stephen Topham hat die Flachschieber gemäß unserer Peripherie konfektioniert und vorbedüst, was ihm mit seiner großen Erfahrung meist schon fast ideal gelingt. Die Manifolds müssen aber noch um 15 mm gekürzt werden, da der Drosselklappensensor mit einer Verkleidungshalterung kollidiert.
An der Auslass-Seite hängt ein Akrapovic-Krümmer aus Edelstahl. Manni hat das letzte Rohr verdreht angebracht, damit sich der Endtopf sportlich in den Himmel reckt und sich so eng wie möglich an Franz-Josefs Flanken schmiegt. Der SR-Racing ist eher Gulasch mit Klößen als Linguine al Limone, bringt aber erfahrungsgemäß ordentlich Druck und ist dabei deutlich leichter als der äußere Anschein vermuten lassen würde.
Das ganze Aggregat ist nun starr mit dem Rahmen verschraubt. Mit den elenden Gummilagern des Yamaha-Sporttourers dämpft nun Mutter Bauer die Schwingungen ihres Trockners in der Waschküche neben Mannis Bastelkeller.
Wie geht's nun weiter nach diesem großen Tag? Als erstes werden morgen die Verkleidungsteile montiert und ggf. angepasst. Christian, Werkstattmeister bei Suzuki-Händler Ralf Altzschner, wird den Original-Kabelbaum der XJR strippen und installieren. Danach geht's direkt auf den Leistungsprüfstand – wir erwarten mindestens 140 PS an der Kurbelwelle und ordentlich Qualm im Keller.
Bei der Gelegenheit wird Dirk auch erstmals auf Franz-Josef Platz nehmen können – Manni Bauers Keller ist nämlich so niedrig, dass ein Aufsitzen bisher nicht möglich war. Die ganze Ergonomie ist also noch ein reiner Blindflug. Wir befürchten mittlerweile, dass die Rasten zu weit hinten positioniert sein könnten. Schlimmstenfalls muss Manni noch mal neue Trägerplatten fräsen, den hinteren Bremszylinder verlegen und die Schaltstange kürzen. Keine Probleme beim „ins Eck werfen“ dürfte es hingegen mit dem langen 80er-Jahre-Tank der FJ geben: die Sitzposition wird deutlich höher sein als bei dem Original-Tourendampfer und der LSL-Lenker hat eine äußerst angenehme und entgegenkommende Kröpfung.
Sollte alles gut gehen, muss Franz-Josef nächste Woche zeigen, was er draufhat. Im Anschluss an unseren großen FASTBIKE Reifentest wird er nämlich seine ersten Runden auf Rennstreckenasphalt drehen. Und schließlich werden wir vor Ort bei Stephen Topham die Vergaser auf dem Prüfstand penibel einstellen lassen.
Bis dahin ist es aber noch ein wenig hin. In der nächsten Folge von ,Franz-Josefs Schicksalsjahre' zeigen wir euch erstmal, wie er vollständig angezogen aussieht. Ihr werdet überrascht sein...
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